Václav Cejpek, videokomentář

Brněnští Němci, to je téma, které rezonuje dodnes…

 

Václav Cejpek absolvoval germanistiku a divadelní vědu na Filozofické fakultě Masarykovy univerzity. V letech 1979–1987 pracoval jako dramaturg Československé televize (mj.pořady Divadélko pod věží, Manéž Boleslava Polívky), v letech 1987–2003 působil jako dramaturg v Mahenově činohře Národního divadla v Brně. Publikoval studie a články z oblasti historie a teorie divadla. Od roku 1997 vede jeden ze tří ateliérů dramaturgie a režie na Divadelní fakultě. V roce 2000 jmenován profesorem.

Pavel Švanda, videokomentář

Kus toho brněnského odsunu jsem viděl na vlastní oči…

 

Narozen 6. června 1936 ve Znojmě. Píše spirituální poezii, filosoficky laděnou prózu, esejistiku, věnuje se publicistice. Studia dějin umění na Masarykově universitě nedokončil. V 60. letech pracoval jako vedoucí kina a redaktor časopisu Host do domu (1969–70), za normalizace vykonával různé dělnické profese, od roku 1990 vyučuje na brněnské JAMU. Publikoval na čtrnáct knih: debutoval souborem Anonymní povídky (1967), v roce svých sedmdesátin zveřejnil titul Paměť esejisty. V něm, podle Dory Kaprálové, „jde především o (auto)portrét neokázale slušného člověka, který z okraje brněnské periferie s naprostou samozřejmostí propojuje diskrétní vzpomínky s analyticky přesným vhledem do obnažených stigmat nedávných českých dějin".

Erinnerungswege, Teil 1

Kurzer Film zum Buch von Kateřina Tučková „Vyhnání Gerty Schnirch“ („Die Vertreibung der Gerta Schnirch“)

 

Ende Mai 1945 fand in Brünn die gewaltsame Vertreibung von ungefähr zwanzigtausend Deutschen, darunter hauptsächlich Kindern, Frauen und Greisen, statt. Dieses Ereignis war ein Vorzeichen für die Nachkriegsaussiedlung der Deutschen aus der Tschechoslowakei, es wird oft als Brünner Todesmarsch bezeichnet. Gerta, die Hauptfigur des Romans, eine Brünner Deutsche, gehört zu denen, die ihr Zuhause verlassen und den Weg ins Unbekannte antreten mussten. „Zum Niederschreiben dieser Geschichte haben mich wahre Ereignisse bewogen, die direkt durch die Straße, das Haus, die Wohnung wandelten, in denen ich heute lebe. (…) Gerta, die in Brünn den Krieg erlebt hatte, konnte dem Transport entkommen und in Südmähren wieder Fuß fassen. Anfang der 1950er Jahre kehrt sie an die Orte zurück, die allerdings so gar nicht mehr dem Bild entsprechen, das in ihrer Erinnerung geblieben war.“, so der Kommentar der Autorin zum Buch.
Der Film ist im Rahmen des Projekts Cesty paměti / Erinnerungswege (www.vetrnemlyny.cz/cestypameti) entstanden, das sich langfristig mit der Nachkriegsaussiedlung der Deutschen aus unserem Gebiet beschäftigt.
Produktion: Větrné mlýny, www.vetrnemlyny.cz

Neuvedu svoje jméno

Vrátili jsme se a stala se z nás "česká" rodina…

 

Přímý účastník "brněnského pochodu smrti" hovoří o své zkušenosti.

Luděk Navara, Video-Kommentar

Die einen sagen „Abschiebung“, die anderen „Vertreibung“…

 

Luděk Navara, Schriftsteller, Drehbuchautor, Journalist. Geboren 1964 in Brünn. In dieser Stadt hat er auch sein Studium an der Fakultät für Bauwesen der TU (VUT) sowie an der Philosophischen Fakultät der Masaryk-Universität (Fachrichtung Geschichte) abgeschlossen. Seit 1995 ist er in der Redaktion der Tageszeitung Mladá fronta Dnes tätig, er arbeitet auch mit dem Tschechischen Fernsehen zusammen. Er hat einige Sachbücher veröffentlicht, und zwar zum Thema der Verbrechen des Nationalsozialismus und des Kommunismus in tschechischen Ländern: u. a. Smrt si říká Tutter (Der Tod nennt sich Tutter) (2002), Příběhy železné opony (Geschichten vom Eisernen Vorhang) (2006), Příběhy železné opony 2 (Geschichten vom Eisernen Vorhang 2) (2006), Nové příběhy železné opony (Neue Geschichten vom Eisernen Vorhang) (2007), Mlynáři od Babic (Die Mühlenmeister von Babitz) (zusammen mit Miroslav Kasáček, 2008). Der Autor befasst sich langfristig mit der Nachkriegsaussiedlung der Deutschen aus der damaligen Tschechoslowakei.

Pavel Kašpar, videokomentář

Odsun v drtivé většině zasáhl ženy, děti a staré lidi…

 

Pavel Kašpar, geboren 1950, evangelischer Pfarrer. Der Video-Kommentar von Pavel Kašpar über die Nachkriegsvertreibung der Deutschen aus der ehemaligen Tschechoslowakei entstand im Rahmen des Projekts Cesty paměti / Erinnerungswege des Verlags Větrné mlýny (www.vetrnemlyny.cz/cestypameti).

Erinnerungswege, Teil 1

Kurzer Film zum Buch von Kateřina Tučková „Vyhnání Gerty Schnirch“ („Die Vertreibung der Gerta Schnirch“)

 

Ende Mai 1945 fand in Brünn die gewaltsame Vertreibung von ungefähr zwanzigtausend Deutschen, darunter hauptsächlich Kindern, Frauen und Greisen, statt. Dieses Ereignis war ein Vorzeichen für die Nachkriegsaussiedlung der Deutschen aus der Tschechoslowakei, es wird oft als Brünner Todesmarsch bezeichnet. Gerta, die Hauptfigur des Romans, eine Brünner Deutsche, gehört zu denen, die ihr Zuhause verlassen und den Weg ins Unbekannte antreten mussten. „Zum Niederschreiben dieser Geschichte haben mich wahre Ereignisse bewogen, die direkt durch die Straße, das Haus, die Wohnung wandelten, in denen ich heute lebe. (…) Gerta, die in Brünn den Krieg erlebt hatte, konnte dem Transport entkommen und in Südmähren wieder Fuß fassen. Anfang der 1950er Jahre kehrt sie an die Orte zurück, die allerdings so gar nicht mehr dem Bild entsprechen, das in ihrer Erinnerung geblieben war.“, so der Kommentar der Autorin zum Buch.
Der Film ist im Rahmen des Projekts Cesty paměti / Erinnerungswege (www.vetrnemlyny.cz/cestypameti) entstanden, das sich langfristig mit der Nachkriegsaussiedlung der Deutschen aus unserem Gebiet beschäftigt.
Produktion: Větrné mlýny, www.vetrnemlyny.cz

Petr Oslzlý, Video-Kommentar

Die mit der Abschiebung der Deutschen verbundenen tragischen Begebenheiten muss man im Kontext des Zweiten Weltkriegs sowie der Ereignisse, die diesem vorausgegangen sind, wahrnehmen…

 

Petr Oslzlý, geboren 1945, Dramaturg, Theaterpädagoge, Drehbuchautor, Schauspieler. Er war maßgeblich an der Entstehung des Theaters Divadlo na provázku bzw. Divadlo Husa na provázku sowie der „Untergrunduniversität“ in Brünn beteiligt. Lukáš Jelínek schreibt in seinem Werk über die Brünner Dissidenten folgendes zu Oslzlý: „Aufgrund seines breiten künstlerischen Spektrums, das von der Idee der menschlichen Freiheit und Demokratie durchdrungen ist, gilt er als Schlüsselfigur der sogenannten grauen Zone in Brünn.“ Autor (und Ko-Autor) etlicher Bücher und Theaterszenarien. 1990–1992 Berater von Präsident Václav Havel. Seit April 1993 Direktor des Zentrums für experimentelles Theater in Brünn.

Petr Čichoň, Video-Kommentar

Hultschiner Ländchen, das einzige Gebiet der Vorkriegstschechoslowakei, das an Nazi-Deutschland angeschlossen wurde…

 

Petr Čichoň, Dichter und Musiker, geboren am 23. Juni 1969 in Ostrau, Autor dreier Bände spirituell-folkloristischer Lyrik: Chilia (1995), Villa diabolica (1998) a Pruské balady (Preußische Balladen) (2007). Absolvent der Technischen Universität Brünn, in den 1990er Jahren Arbeit als Verlags- und Zeitschriftenredakteur, seit 1998 betreibt er sein eigenes Architekturatelier. Über seinen letzten, auf Tschechisch und Deutsch verfassten und mit einer CD begleiteten Gedichtsband denkt er nach: „Ich habe hierin insbesondere mit der Inspiration experimentiert. Diese Balladen durchzieht thematisch die preußisch-schlesische Gegenwart mit diabolischen Auftritten deutscher Figuren aus dem II. Weltkrieg…“ 2011 hat er sein Prosa-Debüt Slezský román (Schlesischer Roman) geschrieben. Vor dem Hintergrund des dramatischen Roman-Sujets tauchen tiefere Zusammenhänge und die Frage der nationalen Identität der heutigen Schlesier auf.

Pavel Jirásek, videokomentář

V tom divokém a zlém odsunu je možná kus českého naturelu…

 

Pavel Jirásek, narozen 1963, hudebník a literát, scenárista, režisér dokumentarista. Videokomentář Pavla Jiráska k poválečnému vyhnání Němců z někdejšího Československa vzniknul v rámci projektu nakladatelství Větrné mlýny Cesty paměti (www.vetrnemlyny.cz/cestypameti).